Die Gründung und Entwicklung des Fördervereins wird von einer Mutter wie folgt beschrieben:
Äußeren Anlass zur Gründung eines Fördervereins gab zunächst der 200. Geburtstag von Joseph Freiherr v. Eichendorff am 10. März 1988. Eltern und Lehrer nahmen diesen Tag zum Anlass, den Verein „Freunde und Förderer der Eichendorffschule“ zu gründen. Die Zielsetzung war, im Zusammenwirken von Lehrern und Elternschaft die Bildungs- und Erziehungsarbeit an dieser Schule ideell und materiell zu unterstützen.
Die Einführung der ersten Integrationsklasse brachte einschlägige Veränderungen im Schulleben mit sich. Eine besonders intensive Elternarbeit ergab sich zunächst vorrangig durch Eltern der Integrationskinder. Der große Bedarf auch an finanziellen Mitteln, die nicht in ausreichendem Maße vom Schulträger bereitgestellt werden konnten, machten zusätzliche Einnahmequellen notwendig. Die Gründungsmitglieder stellten durch ihre Mitgliedsbeiträge eine nicht unerhebliche Einnahme sicher. Mit diesen Geldern wurden zunächst Anschaffungen wie z.B. Eigentumskästen für die Kinder, Kassettenrekorder, Musikinstrumente usw. getätigt. Gleichzeitig wurden mit viel Engagement und Ideen „einträgliche“ Veranstaltungen geplant und durchgeführt. Erwirtschaftete Einnahmen dienten u.a. auch der Unterstützung sozial schwächerer Schülerinnen bei Klassenfahrten, der Durchführung von Klassenfesten oder Projektwochen.
Der neue Verein musste bald auch neue Aufgaben bewältigen: Die zunehmende Berufstätigkeit beider Elternteile machte einen außerunterrichtlichen Betreuungsbedarf von Kindern notwendig; dieser konnte von Lehrern nicht abgedeckt werden. Der Förderverein übernahm in dieser Situation die Trägerschaft der außerunterrichtlichen Betreuung, die schließlich auch durch Mittel der Stadt und des Landes gefördert werden konnte. Die Einrichtung dieser Betreuungsgruppe (von damals 7.30 - 13.30 Uhr) erforderte die Überwindung vieler formeller Hürden: Räumlichkeit und Personal mussten zur Verfügung gestellt werden. Die Presseberichte aus diesem Zeitraum (vgl. Dokumentation) verdeutlichen das Engagement und den Einfallsreichtum des Fördervereins in dieser Zeit.
Viele Aktionen wurden im Laufe der Jahre erfolgreich durchgeführt. Diverse technische und didaktische Materialien wurden für die Schule angeschafft: Tageslichtprojektoren, Musikkästen für jede Klasse, schuleigenes Geschirr, Pausenspiele, Materialien für den Kunstunterricht usw.
Für Eltern der Betreuungskinder war die Mitgliedschaft im Förderverein obligatorisch. Bei anderen Eltern - insbesondere bei denen, die neu an die Schule kommen - muss intensiv geworben werden. Dazu ist es erforderlich, die bisherige Arbeit des Fördervereins darzustellen und auch aufzuzeigen, was er erreicht hat. Dies war nicht immer leicht und scheint auch zunehmend schwieriger zu werden. Gründe dafür sind: die Erwerbstätigkeit beider Elternteile, die wachsende Zahl nicht deutschsprachiger Eltern, der höher gewordene Anteil von Sozialhilfeempfängern und die natürliche Fluktuation der Elternschaft.
Einige Aktivitäten wie z.B. das Elterncafe zu Einschulungs- und Entlassfeiern (Verkauf von Kaffee- und Kuchenspenden) haben mittlerweile Tradition. Neben den einträglichen Ergebnissen tragen sie zu angenehmer Atmosphäre und auch für die Kinder sichtbarem Miteinander von Lehrern und Elternschaft bei. Gelang es den Gründungsmitgliedern noch, große schulische Veranstaltungen zu organisieren, wird es in den letzten Jahren schwieriger, ausreichend Kuchenspenden für das erwähnte Elterncafe zu erhalten. Die ausscheidenden Eltern unterliegen dem Druck, rechtzeitig Nachfolgerinnen für übernommene ehrenamtliche Aufgaben zu finden, um die mittlerweile nicht mehr fortzudenkende finanzielle Unterstützung für die Schule und damit den Lernort ihrer Kinder sicherzustellen.
(Irmtraud Grimmell, ehemalige Schulpflegschaftsvorsitzende)